Venturi-Windräder: Steht die Windkraft vor einer Evolution?

Die Windkraft hat sich neben der Wasserkraft und der Photovoltaik zur populärsten regenerativen Energieerzeugungsart weltweit entwickelt. Vor allem die Windkraft zu Land (Onshore) wird von vielen Experten bereits als ausgereifte Technik bezeichnet. Die Entwicklungssprünge werden immer kleiner. Nun könnte das US-amerikanische Start-Up-Unternehmen Ogin mit seiner Idee die Windkraft revolutionieren.

Jeder von uns kennt sie bzw. hat sie schon einmal gesehen und jeder von uns hat eine eigene Meinung zu ihnen. Die Rede ist von Windkraftanlagen. In Deutschland sind mittlerweile mehrere tausende von diesen Anlagen installiert und erzeugen „grünen Strom“. Die Technik dahinter ist relativ simpel, eine Windkraftanlage erntet mit ihren bis zu 45 Meter langen Rotorenblättern die Energie des Windes und wandelt sie mit Hilfe eines Generators in elektrische Energie um. Das US-amerikanische Unternehmen Ogin hat nun hat einen Windgenerator entwickelt, der auf dem sogenannten Venturi Effekt basiert und bei gleicher Größe bis zu viermal so effektiv arbeitet wie heute übliche Windmühlen.

Als Strömung nach Bernoulli und Venturi bezeichnet man von Giovanni Battista Venturi und Daniel Bernoulli im 18. Jahrhundert entwickelte Theorien über die Strömungsmechanik, die aufeinander aufbauen und die Grundlage für wichtige aero- und hydrodynamische Berechnungen darstellen. Der italienische Physiker Venturi hat herausgefunden, dass sich die Geschwindigkeit von Luft, die durch einen Hohlzylinder strömt, drastisch erhöht, wenn dieser sich verjüngt. Diesen Effekt nutzen die Ogin-Ingenieure, sie platzieren das eigentliche Windrad in einen entsprechend geformten Zylinder genau dort, wo die Luft am schnellsten unterwegs ist. Der „Ogin-Generator“, der den Strom erzeugt, ist in den Zylinder integriert. Die Windkraftanlage 2.0 ähnelt der Turbine eines Passagierflugzeugs. Eine Anlage mit einer Leistung von bescheidenen 100 Kilowatt ist bereits getestet worden. Wurde jedoch 2011 durch einen Hurricane zerstört.

Doch bereits in diesem Jahr plant das Start-Up die ersten zehn kommerziellen sog. Venturi-Windräder in Kalifornien in Betrieb zu nehmen. In 2014 sollen weitere 850 Turbinen folgen. Sie haben eine Leistung von jeweils 700 Kilowatt und einen Durchmesser von rund 15 Meter.

Und wem das jetzt alles zu viel Text war, kann sich die Funktionsweise der Venturi-Windräder hier nochmals im Video anschauen:

4 Kommentare

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  4. Grr, alle Energieformen werden subventioniert, auch solche die Umwelt, den Menschen und der natur schaden. ÖL und Gas wird Knapp und dann stehen die heutigen Kinder vor einer fröstelnden Zukunft ohne Wirtschaft, ohne Arbeit. Wer keine Energie verbraucht ist gut dran, die Politik ist stark kurzsichtig. Ich kenne noch die Kohlezeiten im Ruhrgebiet. Jedes 2. Kind war krank und kam zur Kur an die Nordsee. Mit erneuerbaren Energien wäre auch ein gutes leben zu schaffen . Ansonsten setzt keine Kinder in die Welt. Die Zukunft wird rauh. Windräder gibt es schon ohne Flügel und in Farben die weniger Insekten anziehen und damit weniger Vögel. Die politischen Unruhen tragen nicht zur Hoffnu ng bei, daß die Ölstaaten überhaupt gewillt sind uns noch was abzugeben. Die bauen jetzt schon Solarkonzentratoren auf. Sollte mal Frieden herrschen könnten wir Sonne aus Wüstenregionen importieren. Durch Schmelzsalze, Methan Wasserstoff. So läßt sich Sonne nenergie speichern und Transportieren. Eine Zukunft ohne Heizung , Kühlschrank Herd ungemütlich..Langfristiges verantwortungsvolles Handeln war noch nie das Ding von Politikern.

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