Daimler und Linde planen Netz an Wasserstoff-Tankstellen

PKW mit flüssigem Wasserstoff befüllen. Quelle: ap

PKW mit flüssigem Wasserstoff befüllen.
Quelle: ap

Höchste Zeit für mehr Wasserstoff- tankstellen für Deutschland: Der Automobilkonzern Daimler und der Gase-Hersteller Linde tun sich zusammen, um ein flächendeckendes Netz zu erschaffen.

Anzahl der Wasserstofftankstellen soll sich nahezu verdoppeln

Nun soll auch das Netz der Wasserstofftankstellen vergrößert und verdichtet werden. Zu diesem Zweck haben sich der Automobilkonzern Daimler und der Gase-Hersteller Linde mit dem Mineralölkonzern Total, OMV, Avia und Hoyer zusammengetan. Im ersten Schritt sollen 13 Wasserstoff-Tankstellen für Brennstoffzellen-Autos entstehen, wie die Unternehmen es am vergangenen Mittwoch ankündigten. Rund 10 Millionen Euro sollen dafür investiert werden. Bereits 2011 wurde dieses Projekt zusammen von Linde und Daimler in die Wege geleitet. Im Moment gibt es in ganz Deutschland nur 16 öffentliche Wasserstoff-Tankstellen.

Brennstoffzellenfahrzeuge von Daimler ab 2017

Daimler beabsichtigt, ab dem Jahr 2017 in großen Stückzahlen Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen auf den Markt zu bringen. Der Konzern hatte vor Kurzem erst verlauten lassen, ab dem Jahr 2017 insgesamt 10 neue Hybridfahrzeuge auf den Markt zu bringen. Bislang würden reine Elektrofahrzeuge nur sehr zögerlich von Kunden angenommen werden. Der Antrieb wird derzeit zusammen mit den Autobauern und Rivalen Nissan und Ford konstruiert. Nach dem Leiter Konzernforschung und Vorentwicklung, Herbert Kohler, sei es höchste Zeit für ein flächendeckendes Infrastrukturnetz, um die Autos künftig auch versorgen zu können.

Bundesverkehrsministerium arbeitet ebenfalls an flächendeckender Lösung

Aber nicht nur Daimler und Linde arbeiten derzeit am Aufbau eines solchen Netzwerkes. Das Bundesverkehrsministerium plant mit der Unterstützung weiterer Partner ein Netz mit insgesamt 50 Standorten, an denen dann Wasserstoff getankt werden kann. Bis zum Jahr 2023 soll die Anzahl der Wasserstoff-Tankstellen dann auf 400 Stationen anwachsen.

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