Wenn der Bewohner zum Energieerzeuger wird

Wohnprojekt Stattschule in Hamburg realisiert mit WEMAG erfolgreich Mieterstrommodell ©WEMAG AG

Mieterstrommodell ©WEMAG AG

Die Sonne ist einer unserer natürlichen und zuverlässigen Energielieferanten. Jeden Tag scheint sie und lässt so nicht nur unsere Herzen, sondern vielerorts auch die Geldbeutel erfreuen. So wie unter anderem in Hamburg Altona, wo mit Hilfe des Energieversorgers  WEMAG ein Wohnprojekt ins Leben gerufen wurde, bei dem ein Teil des benötigten Stroms direkt aus der Sonnenenergie gewonnen wird. Die Grundidee für dieses Projekt stammt von der in Schwerin ansässigen WEMAG, die gemeinsam mit den Bewohnern das Projekt entwickelt hat. Denn in Hamburg geht es nicht nur darum, mit Photovoltaikanlagen Strom zu erzeugen, der dann ins öffentliche Netz eingespeist wird. Der Strom, der bei diesem Wohnprojekt erzeugt wird, bleibt direkt vor Ort und wird dort verbraucht. All jener Strom, der dann noch fehlt, kommt direkt von der WEMAG, die mit ihrem Ökostrom die Versorgungslücke schließt.

Vom Prinzip her simpel

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Wohnhauses ist so mit dem Stromkreis des Hauses verbunden, dass der erzeugte Strom zuerst immer im Haus zur Verfügung steht. Egal ob die Bewohner ihn nutzen oder ob er für Gemeinschaftsräume wie beispielsweise die Beleuchtung in den Kellergängen oder im Flur genutzt wird. Wird nicht der komplette Strom, der erzeugt wird, zur bereitgestellten Zeit benötigt, dann fließt der Überschuss automatisch ins öffentliche Stromnetz. Da die Wohnanlage jedoch recht groß ist, wird der erzeugte Strom nahezu komplett von der Wohnanlage verbraucht. Insgesamt sind es etwa 16 Prozent des jährlichen Strombedarfs, der durch die Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt wird.

Bevor es jedoch so weit war, dass der erzeugte Strom auch gleich zur Verfügung steht, gab es eine lange Zeit der Planung. Gemeinsam mit der WEMAGhaben die Bewohner den sozialen und ökologischen Grundgedanken, der hinter dieser Art der Energieerzeugung steht, erläutert und umgesetzt. Dabei war es wichtig, dass die Bewohner nicht nur Nutzer, sondern auch Inhaber sind. Die für das Projekt gegründete Energie GbR  gehört  den Bewohnern der Wohnanlage.

Der Nutzen des Projektes

Nun scheint die Frage nach dem Nutzen durchaus berechtigt. Warum wird so viel Aufwand für nur ein Wohnprojekt betrieben? Und wie können die Bewohner davon profitieren?

An erster Stelle profitieren natürlich die Bewohner von diesem Projekt, die geringere Stromkosten haben. Denn die eigene Stromerzeugung in Kombination mit der Reststrombelieferung ergibt attraktive Einsparungsmöglichkeiten. Auch wenn nicht der gesamte Strom selbst produziert wird, sondern Ökostrom der WEMAG ist.

Und auch die WEMAG profitiert von diesem Projekt auf ganzer Linie. Das Unternehmen sieht darin nämlich die Weiterentwicklung verschiedener Projekte, die seit Jahren stetig vorangetrieben werden und in der Eigenversorgung einen weiteren Höhepunkt gefunden haben. Für beide Beteiligten, die Bewohner wie auch die WEMAG AG, ergibt sich aus diesem Projekt somit eine Win-win-Situation.

Die Zusammenarbeit war positiv

Bereits im November 2014 haben die Bewohner des Wohnprojektes den Kontakt zur WEMAG AG aufgenommen und ihre Ideen vorgetragen. Im Anschluss wurden neun Monate für die Planung und Umsetzung aufgebracht, bevor es an die Nutzung gehen konnte. Die größte Herausforderung stellte dabei das Gebäude selbst dar, welches unter Denkmalschutz steht und daher baulich nicht verändert werden darf. Die Photovoltaikanlage musste daher geschickt dem Haus angepasst werden, um dem positiven Gesamtbild der Wohnanlage nicht im Wege zu stehen.

Seit Oktober 2015 sind nun insgesamt 66 Module auf dem Flachdach sowie Schrägdach der Anlage montiert. Die Module erzeugen insgesamt 15.000 kWh und haben eine Leistung von 19,4 kWp.

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