Photovoltaik: Das KIT installiert Deutschlands größte PV-Anlage zum Eigenverbrauch

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) baut Deutschlands größte Eigenverbrauchs-PV-Anlage. Mit diesem Pilotprojekt möchte das KIT nicht nur die eigenen Energiekosten senken, sondern vor allem die Steigerungspotenziale erforschen.

Die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen wie Wind und Sonne hat sich in Deutschland bereits seit geraumer Zeit etabliert und gehört zum nationalen Energiemix. Doch alle drei Technologien verbindet ein Problem – die Speicherung der Energie. Was geschieht mit jener Energie die erzeugt wird wenn der Wind weht und die Sonne strahlt, diese jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht nachgefragt/benötigt wird? Speichern lautet die Antwort auf diese Frage, doch die Speichertechnologie (z.B. mit Wasserstoff oder Akkumulatoren) befindet sich nach wie vor in der technischen Entwicklung und ist für den Einsatz in Industriestaaten wie Deutschland derzeit noch nicht geeignet. Eine andere Möglichkeit wäre die Energie die benötigt wird dezentral vor Ort zu erzeugen und sich dadurch ein ausgeklügeltes und vor allem teures Stromnetz zu sparen. Genau diesen Ansatz verfolgt derzeit das Institut.

Erneuerbare Energien und die daraus resultierende elektrische Energiespeicherung bilden zwei zentrale Forschungsthemen des KIT. Im Rahmen eines Pilotprojekts setzt das Institut nun seine theoretischen Erkenntnisse auch in die Praxis um: bis zum Herbst möchte das KIT Solarmodule mit einer Leistung von rd. 1 Megawatt errichten und damit Deutschlands größte Eigenverbrauchs-Photovoltaik-Anlage betreiben. Eberhard Umbach, Präsident des KIT, äußerte sich wie folgt dazu:

„Mit der Photovoltaikanlage im Eigenverbrauch läutet das KIT im Sinne eines Forschungsprojekts die Energiewende auch für die eigene Stromversorgung ein. Zudem ist das Vorhaben auch betriebswirtschaftlich vorteilhaft, denn wir reduzieren unsere hohen Stromkosten.“

An der neuen PV-Anlage möchten das KIT auch die Lebensdauer und Netzkompatibilität einer Eigenverbrauchs-Photovoltaik-Anlage erforschen.

In einer ersten Phase werden bis zum Herbst 2013 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 1 Megawatt auf den KIT-Gelände installiert und in Betrieb genommen. Dadurch lassen sich im Verlauf eines Jahres ca. 2 Prozent des Strombedarfs des KIT decken. Insgesamt werden rd. 1,5 Mio. Euro in das Pilotprojekt investiert. Dem steht eine jährliche Kostenersparnis von ca. 200.000 Euro gegenüber, bei einer Anlagenlebensdauer von ca. 20 Jahren.

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