Nachhaltige Stadtkonzepte: Die Energiewende zum mitmachen

Der Begriff Nachhaltigkeit ist bereits seit geraumer Zeit in aller Munde und lange Zeit wurde dieser Ausdruck von vielem Unternehmen als Marketing-/Werbeslogan missbraucht. Nachhaltigkeit steht für ein bestimmtes Handlungsprinzip der Ressourcennutzung, bei dem vor allem die natürliche Regenerationsfähigkeit im Vordergrund steht. Auch in der Energiebranche ist dieser Begriff mittlerweile allgegenwärtig, spätestens seit der furchtbaren Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 ist vielen bewusst geworden was eine nachhaltige Energieerzeugung bzw. -versorgung bedeutet und dass es sich hierbei nicht um ein bloßes politisches Lippenbekenntnis handelt.

In diesem Zusammenhang fällt häufig auch der Begriff Energiewende, dieser steht für den Aufbruch in ein neues Zeitalter, ein Zeitalter der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Nachhaltiges Denken und Handeln ist keine Sache die irgendwo fernab von einem selbst stattfindet. Dank des Erneuerbaren Energie Gesetzes und zahlreicher anderer ordnungspolitischer Maßnahmen ist die Energiewende längst zu einem Gesellschaftsprojekt geworden an der alle partizipieren können und möchten.

Kommunen und Gemeinden als Vorreiter

Nicht nur die Häuslebauer und -besitzer werden aktiv und setzen auf energieeffiziente Bauten und Sanierungskonzepte, auch die Kommunen und Gemeinden möchten an der Energiewende aktiv teilnehmen. Die zunehmende Dezentralisierung der Stromerzeugung durch kleinere Anlagen wie Windparks, Photovoltaik- und Biogasanlagen bietet ihnen dafür den entsprechenden Rahmen.  Vielerorts in Deutschland setzen Bürgermeister und Gemeinderäte  zunehmende auf nachhaltige Energiekonzepte. Dies fängt bei der Sanierung von Schwimmbädern, Schulen und öffentlichen Einrichtungen an, geht über die Realisierung von PV-Projekten bis hin zum Einsatz von rein elektronisch betriebenen ÖPNV-Bussen bzw. Carsharing-Angeboten.

Dabei wird immer häufiger der Dialog mit den Bürgern und lokalen Unternehmen gesucht, diese wissen in der Regel selbst am besten wo und was man in seiner eigenen Stadt umsetzen könnte und wo entsprechendes Potenzial vorhanden ist. Bei Firmen könnte dies z.B. die Nutzung von Dachflächen für Photovoltaik-Module sein. Die Bürger werden durch sog. Energiegenossenschaften eingebunden, die dann die Möglichkeit erhalten sich direkt an Biogas- oder Windparkanlagen zu beteiligen. Die ersten nachhaltigen Stadtkonzepte in Deutschland befinden sich bereits in der Umsetzung, zahlreiche weitere Modell- und Leuchtturm-Projekte sollen folgen. Die Diskussion und vor allem die Weitentwicklung dieser Konzepte trotz allem noch eine Weile andauern.

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