Klimaziele erfordern striktere Vorgaben

Rainer Sturm / pixelio.de

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Alternative Antriebstechnologien sind die Zukunft. Und diese Zukunft wird nun mehr und mehr auch politisch verordnet, denn die Vorgaben zum CO2-Verbrauch vonseiten der EU sollen weiter verschärft werden. Damit diese Vorgaben künftig eingehalten werden können, reichen effiziente Verbrennungsmotoren nicht mehr aus, wie das Wirtschaftsministerium kürzlich erklärt hat. Es braucht mehr Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien, mehr Plug-in-Hybride und mehr Elektroautos.

Schärfere Vorgaben für die Zeit nach 2020 nötig

Sollen die EU-Ziele hinsichtlich der Reduzierung des CO2-Ausstoßes irgendwann einmal erreicht werden, sind dazu mehr Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien notwendig. Diese Ansicht vertrat Wirtschaftssekretär Matthias Maching im Rahmen der Vorlage einer Studie zur CO2-Emissionsreduktion bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Brüssel. Um die weitere Verbreitung von Elektromobilität zu unterstützen, seien für die Zeit nach 2020 striktere Zielvorgaben notwendig. In den Fokus rückt er dabei besonders den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Kostenentwicklung bei Batterien. Beide sollen künftig stärker berücksichtigt und gefördert werden.

95 Gramm CO2-Emission bei hohen Anschaffungspreisen

Seit Anfang des Jahres dürfen Pkw-Flotten innerhalb der EU maximal 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. So will es die aktuelle CO2-Gesetzgebung. Im Jahr 2021 soll dieser Grenzwert deutlich sinken, und zwar auf 95 Gramm. Weitere Einsparziele bis 2025 werden derzeit noch geprüft. Damit diese Ziele und die damit verbundenen Grenzwerte überhaupt erreicht werden können, bringt die Automobilindustrie immer häufiger Elektroautos und Hybridfahrzeuge auf den Markt. Aktuell sind solche Fahrzeuge im Vergleich zu konventionellen Benzin- und Dieselfahrzeugen aber noch relativ teuer in der Anschaffung. Sowohl davon als auch von den kürzeren Reichweiten lassen sich viele potenzielle Kunden noch abschrecken.

Laut der Studie sei es zwar technisch möglich, die Emissionen noch weiter zu senken. Dies würde jedoch eine große Herausforderung darstellen, da die Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien in deutlich stärkerem Maße auf den Markt gebracht werden müssten. Solche Technologien seien jedoch auf absehbare Zeit weiterhin mit hohen Mehrkosten verbunden, die letztlich vom Verbraucher getragen werden müssten.

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