Wenn doch der Strompreis egal wäre…

Stromkosten egal

Thorben Wengert / pixelio.de

Stellen Sie sich einmal vor, wie es wäre, nur noch die Hälfte der Stromrechnung an den Versorger zu überweisen? Wäre es nicht schön, wenn Ihnen die nächste Strompreiserhöhung egal sein könnte? Den eigenen Strom selbst zu produzieren wäre doch ein Ausweg, oder?

Seit vielen Jahren steigt der Strompreis. Um steigenden Kosten zu entgehen, bleiben nur zwei Alternativen: Den Stromverbrauch senken oder den Strom selbst erzeugen. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage ist das kein Problem! Sie wandelt Sonnenlicht in Strom um, geräuschlos und CO2-frei. Schon mit 4 Modulen lassen sich 20-25% des Stromverbrauchs eines Einfamilienhauses selbst erzeugen. Immer wenn die Sonne scheint, macht man sich vom Strompreis unabhängig. Doch was ist bei trübem Wetter oder am Abend? Wäre es nicht schön, den bei Sonnenschein gewonnenen Strom für später aufzuheben?

ReeVolt! Stromspeicher

ReeVolt! Stromspeicher

In Verbindung mit einem passenden Stromspeicher geht das und so kann sogar mehr als die Hälfte des Strombedarfs eines Einfamilienhauses aus eigenen Quellen gedeckt werden. Bisher sind solche Speicher allerdings noch recht teuer. Einen passenden Ausweg hat jetzt ausgerechnet ein Unternehmen aus der Region gefunden. Der Schweriner Energieversorger WEMAG hat mit Partnern einen preisgünstigen Stromspeicher entwickelt. Der Clou: der Speicher setzt auf recycelte eBike-Akkus, die ausreichend Kapazität haben, aber günstig sind. „Wir wollen unseren Kunden und Interessenten aktiv die Möglichkeit geben, Teil der Energiewende zu werden und haben dazu günstige Produkte,  zur teilweisen Selbstversorgung mit Strom entwickelt“, erklärt Entwicklungsleiter Raymond See die Philosophie. Herzstück des Konzepts ist der selbstentwickelte ReeVOLT!-Stromspeicher. Das kostengünstige Akku-System kann bis zu 5 kWh selbsterzeugten Strom aufnehmen.

Warum sollte ein etablierter Versorger daran Interesse haben, weniger Strom zu verkaufen? „Eine gute Frage!“, freut sich Raymond See von der WEMAG. Er beantwortet sie gerne: „Wir verdienen unser Geld damit, dass wir Ihnen Strom liefern, aber nicht daran, dass wir viel liefern.“ Grund ist der hohe Steueranteil im Strompreis und fallende Strompreise an der Börse. Der Schweriner Versorger liefert seinen Kunden daher gerne die Technik, um Strom selbst zu erzeugen. Daher hat der Traditionsversorger eine neue junge Marke ins Leben gerufen, unter deren Fahne die moderne Technik angeboten wird. Das Firmenmotto ist:  „Gemeinsam packen wir die Energiewende!“

PhotovoltaikpaketSeit etwa einem Jahr bietet der westmecklenburgische Versorger Komplett-Pakete für Solarstrom an. Neben den notwendigen Modulen, Kabeln und dem Wechselrichter sind auch Vor-Ort-Begehung, Installation, Prüfung, Anmeldung und Garantie im Preis enthalten. Auch die Entsorgung ist abgesichert und der Preis vorher fest vereinbart. Ab 4.299€ liefert die WEMAG bedarfsgerecht passende Pakete. In Kombination mit dem selbstentwickelten ReeVOLT!-Speicher sind knapp 10.000 € fällig. Sicher eine hohe Investition, aber sie wird zinsgünstig von der KfW finanziert.

Unschlagbarer Vorteil eines Stromspeichers ist seine Energie bei Stromausfall. Das Gerät kann einen Teil des Hauses selbst versorgen, wenn einmal das Stromnetz ausfällt. Sogar an eine passende Schuko-Steckdose am Speicher haben die Entwickler gedacht. „Gerade in ländlichen Regionen wie in Mecklenburg-Vorpommern, kann ein starker Sturm schon einmal ein paar Äste von den Bäumen in Stromleitungen wehen“, erklärt See aus eigener Erfahrung. „Schön, wenn man dann den selbstproduzierten Strom zuhause weiternutzen kann“, freut sich der Chef-Entwickler.  Die einzeln entnehmbaren Akkus lassen sich auch für den Betrieb eines eBikes weiternutzen. So wird die Ausfahrt nicht nur bequem, sondern zum klimaneutralen Vergnügen.

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