Mehr Stabilität für Ortsnetze

Vertreter der WEMAG, des Amtes, des Energieministeriums und der Maschinenfabrik Reinhausen bei der Inbetriebnahme des Transformators

Vertreter der WEMAG, des Amtes, des Energieministeriums und der Maschinenfabrik Reinhausen bei der Inbetriebnahme des Transformators

Erster regelbarer Ortsnetztransformator in Mecklenburg-Vorpommern eingeweiht

Die Energiewende verändert das Aufgabenprofil der Netzbetreiber und macht aus den ehemals reinen Energieversorgern jetzt auch Verteiler, die den dezentral erzeugten Strom aus zumeist Sonnen- und Windenergie abtransportieren müssen. Damit steht die WEMAG Netz GmbH vor einer großen Herausforderung: Einerseits besteht die Verpflichtung, erneuerbare Energiequellen in das Netz zu integrieren, andererseits ist in den Netzen eine stabile Versorgungsspannung zu gewährleisten.

Das Problem: Wenn viele Dächer mit Photovoltaikanlagen Strom erzeugen, wachsen nicht nur die Einspeisemengen in den Niederspannungsnetzen rasant, sondern es kann die Spannung in den Ortsnetzen ansteigen. So besteht die Gefahr, dass die Spannungsqualität nicht jederzeit gewährleistet werden kann.

Die Lösung: Bisher musste das Ortsnetz in diesen Fällen immer ausgebaut werden. Eine Alternative zum Netzausbau stellt seit kurzer Zeit der regelbare Ortsnetztransformator dar. Dieser kann sein Übersetzungsverhältnis an das vorgelagerte Netz dynamisch anpassen und einen Spannungsanstieg in Grenzbereiche vermeiden. In Benzin bei Lübz hat die WEMAG Netz GmbH den ersten Transformator dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern offiziell in Betrieb genommen.

„Mit dieser innovativen Technologie sind unsere Niederspannungsnetze in der Lage, mehr Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen. Eine kostenintensive Verstärkung der elektrischen Leitungen kann dadurch unter bestimmten Umständen verringert beziehungsweise eingespart werden“, sagte Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH, bei der Einweihung.

Fotos: Stephan Rudolph-Kramer

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