Google sichert sich Stromversorgung aus erneuerbaren Energien

Alexander Klaus / pixelio.de

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Wer mal etwas nicht weiß, der fragt Google, denn Google weiß alles. Google ist mit seiner Suchmaschine und unzähligen anderen Dienstleistungen kaum mehr von unseren mobilen und stationären Bildschirmen auf Tablets, PCs und Laptops wegzudenken. Und jetzt kommt Google auch noch aus der Steckdose, wenn auch erst einmal nur aus den eigenen. Der Internetriese hat in erneuerbare Energien investiert. Wer das Unternehmen kennt, der weiß, dass hier nicht gekleckert, sondern geklotzt wird. So hat man sich über neue Verträge kurzerhand mit 842 Megawatt aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie versorgt.
2 Gigawatt sind erst der Anfang

Google ist kein Energieversorger, hat dafür aber den laut eigener Aussage „größten und mannigfaltigsten“ Deal abgeschlossen, den je ein branchenfremdes Unternehmen gemacht haben soll. Die eingekauften 842 Megawatt sollen künftig dafür eingesetzt werden, die 13 Datenzentren mit Strom zu versorgen, die von Google derzeit weltweit betrieben werden. Und damit ist das Ziel noch längst nicht erreicht, denn der Konzern plant, bis zum Jahr 2025 nochmal die dreifache Menge an Energie einzukaufen, um sich dann komplett aus erneuerbaren Energien versorgen zu können. Nach eigenen Aussagen kommt Google derzeit auf 2 Gigawatt aus Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft.

Google will sich komplett auf erneuerbare Basis stellen

Die kürzlich abgeschlossenen Verträge haben eine Laufzeit über 10 bis 20 Jahre, denn so können die Projekte finanziell abgesichert und ausbaufähig gemacht werden. Der Umweltschutz sei aber nicht der einzige Beweggrund des Unternehmens zu diesem Schritt. Man wolle seinen Partnern auch ermöglichen, ihre Angebote zu wettbewerbsfähigen Preisen auf dem Markt zu platzieren. Darüber sichert sich Google auf diesem Weg gute Preise, wie es einem Blogeintrag von Urs Hölzle zu entnehmen ist, Senior Vice President und für die technische Infrastruktur von Google verantwortlich. Ein weiterer Meilenstein liegt nun darin, in absehbarer Zeit in Europa komplett über erneuerbare Energien zu laufen. Die europäischen Datenzentren befinden sich in Belgien, Irland und Finnland. Ein viertes Zentrum in den Niederlanden soll in Kürze den Betrieb aufnehmen.

Das Internet wird grüner

Auch andere Unternehmen verfolgen die gleichen Ziele. Mit Apple und Facebook sind es gleich zwei weitere Giganten neben Google, die sich schon seit einiger Zeit darum bemühen, ihren Stromverbrauch zunehmend über regenerative Energien abzudecken. Im Mai gab es von Greenpeace sogar ein Lob an die drei Konzerne für deren Fortschritte auf dem Weg zu einem „grünen Internet“. Bis vor Kurzem lag Google mit einem Anteil von 46 Prozent noch hinter Apple und Facebook, dafür jedoch vor seinem Konkurrenten Amazon Web Services, der nur auf 23 Prozent kam.

Googles Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien lässt sich aber auch anderswo gut beobachten. Mit seinem Project Sunroof bietet es eine Website, auf der sich Anwender vorrechnen lassen können, ob sich die Anschaffung einer eigenen Photovoltaikanlage lohnt. Der Dienst macht sich die Satellitenaufnahmen aus Google Maps zunutze und berechnet so das Potenzial.

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