Erneuerbare Energien sind auch für die Industrie und das Gewerbe interessant

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Rainer Sturm / pixelio.de

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland wurde bisher primär durch Millionen von Photovoltaik-Modulen auf privaten Einfamilienhäusern vorangetrieben. Über 40% der entsprechenden Erzeugungsanlagen sind im Eigentum von Privathaushalten, lediglich 10% von den großen und regionalen Energieversorgern und weitere rd. 10% vom Gewerbe bzw. der Industrie. Vor allem letztere haben die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien für sich entdeckt und setzt vermehrt auf solche Konzepte.

Nicht nur die Forschung, Entwicklung und Fertigung von Erneuerbaren-Technik erfolgt durch die deutsche Industrie, auch immer mehr Unternehmen möchte diese Anlagen auch für eigene Zwecke einsetzen. Der Automobilhersteller BMW z.B. hat im Mai dieses Jahres einen 10 MW Windpark an seinem Werk in Leipzig in Betrieb genommen. Die für die Produktion der Elektro-Modelle i3 und i8 vorgesehenen rd. 24 Gigawattstunden werden durch vier Wind-Turbinen erzeugt.

Doch nicht nur BMW setzt auf Erneuerbare Energien für die eigene Produktion, auch der schwedische Möbelgigant IKEA wird unter dem Motto „IKEA goes Renewable“ aktiv. Bereits vor geraumer Zeit hat die allseits bekannte Möbelhauskette vier Windparks in Deutschland gekauft. Mangels technischer Möglichkeiten bzw. des regulatorischen Rahmen wird der produzierte Strom zwar nicht für die eigenen Filialen genutzt, dennoch zeigt dies eine klare Tendenz der immer mehr Unternehmen folgen. Dabei geht es weniger um die Tatsache ob der „grüne“ Strom auch direkt vor Ort verbraucht/genutzt  wird, sondern vielmehr darum, dass sich die Unternehmen mehr mit dem Thema eigene Energieversorgung auseinandersetzen und dabei nicht nur ausschließlich auf den Preis achten. Dank der weiterhin vorhandenen technischen Entwicklung und damit verbundenen Kostendegression, sowie durch eine entsprechende staatliche Förderung sind Erneuerbare Energien-Projekte in Deutschland heutzutage auch wirtschaftlich/rentabel zu betreiben.

Am Ende des Tages ist solch ein Engagement sicherlich auch nicht schlecht für das eigene Image, auch wenn dies sicherlich nicht im Vordergrund stehen sollte. Dennoch sind wir Kunden und Konsumenten sensibel geworden und achten vermehrt auf nachhaltige Produkte und Labels.

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