Tesla Model 3 – Elon Musks Flucht nach vorn

Tesla gilt seit langem als Pionier auf dem Gebiet der Elektromobilität. Kaum ein anderer Hersteller schafft es, eine solche Reichweite anzubieten. In den USA ist das  Model S bereits sehr verbreitet, allerdings schreckt sein hoher Preis viele Käufer ab. Elon Musk, CEO des Konzern, stellte deshalb nun sein neues Modell vor – den Tesla Model 3.

Tesla in der Krise

Tesla befindet sich in einer Krise. Seit seiner Gründung schreibt der Konzern rote Zahlen, macht Verluste. Zuletzt schwankte der Aktienkurs nach einer jahrelangen starken Skalierung. Nach der Veröffentlichung des Model 3 im Juli fiel der Kurs sogar kurzzeitig von 320 € je Aktie auf 270 €. Elon Musk gerät zunehmend unter Druck. Das Model 3 könnte die Rettung für den Elektromobilitäts-Pionier sein. Doch ist es wirklich der versprochene Heilsbringer?

Das Design

Design und Aussehen des Model 3 erinnern stark an das Model S: Sportwagenoptik in Kombination mit Familienautotauglichkeit. Zudem ist das Dach des Model 3 sehr auffällig: Es besteht zu einem großen Teil aus Glas.

©Tesla

Die Front des Model 3 wirkt leider wie ein Designentwurf für die Front des Model S. Das ist zwar ein wenig schade, tut dem Gesamtbild des Model 3 jedoch nicht weh.

Fazit: Designtechnisch nicht der ganz große Wurf, dennoch ein gelungener Kompromiss zwischen Luxus und Alltagstauglichkeit.

Technische Daten

Das Model 3 soll laut Musk eine Batteriekapazität von 80,5 kWh besitzen. Damit wären Reichweiten von bis zu 310 Meilen (ca. 500 km) möglich. Weiterhin soll es verschiedene Versionen des Model 3 geben, die sich in Leistung, Kapazität und Ausstattung unterscheiden sollen. Laut Tesla beschleunigt das Model 3 von 0 auf 100 km/h in 5,3 Sekunden (zum Vergleich: Ein Golf 7 GTI benötigt dafür 6,4 Sekunden).

Der Nachteil des Model 3 liegt in der nicht serienmäßigen Verbauung eines Superchargers. Das bedeutet, das Model 3 braucht in der Standardversion eine Menge Zeit um die 80,5-kWh-Batterie wieder voll aufzuladen. Dies könnte zum größten Problem des Elektroautos werden.

 

Ausstattung des Tesla Model 3

Auch die Innenausstattung des Model 3 ähnelt sehr dem Model S. Ein übersichtliches Innendesign, keine Knöpfe, keine Tasten, keine Anzeige hinter dem Lenkrad. Nur ein 15-Zoll-Touchscreeen in der Mitte des Armaturenbretts. Die Ausstattung wirkt auf Autofahrer eher ungewohnt und neu. Allerdings ist Tesla dafür bekannt das Cockpit seiner Fahrzeuge so einfach wie möglich zu gestalten.

Frischluft wird im neuen Tesla über eine einzige Öffnung in den Innenraum geleitet. Eine weitere „Verschlankung“ der Innenausstattung. Im Model 3 finden 5 Erwachsene Platz, was es zu einer komfortablen Familienlimousine macht.

© Businessinsider

Fazit

Das Model 3 ist als verkleinerte Version des Model S für den Massenmarkt gedacht. Dieses Ziel kann durch die komfortable Reichweite und den kleineren Preis für die Standardausführung von etwa 30.000 $ durchaus erreicht werden. Dennoch schätzen Experten, dass das Fahrzeug durch die eingeschränkte Nutzbarkeit des Standardmodells (kein Supercharger, diverse Innenraumausstattung fehlt, etc.) wohl zunächst nicht sehr hohe Verkaufszahlen unter Normalverdienern haben wird.

Ob das Model 3 das Unternehmen also endlich in die schwarzen Zahlen treiben kann bleibt abzuwarten.

 

CEO Elon Musk

weiterführende Quellen und Links:

Tesla Model 3 Gets 80.5 kWh Battery, 258 HP, According To EPA Document

http://www.autobild.de/artikel/tesla-model-3-2017-infos-5215630.html

https://www.tesla.com/de_DE/model3

http://www.businessinsider.de/tesla-model-3-minimalistische-innenausstattung-2017-7

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.