Ein Statussymbol im Wandel: Alternative Antriebe statt SUV

 

© Valeriy Lebedev - Fotolia

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Bekanntermaßen ist das Auto der Deutschen liebstes Kind. Dass es darüber hinaus als Statussymbol gilt, dürfte heutzutage auch niemanden mehr überraschen. Das bestätigt auch die repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von mobile.de. Die Umfrage zeigt aber auch, dass sich die Präferenzen ändern.

Alternative Antriebsmethoden haben das Zeug zum Prestigeobjekt

Vier von fünf Befragten bestätigen, dass das Auto für sie eine Art Statussymbol ist. Doch die Selbstdarstellung per fahrbaren Untersatz ist längst nicht mehr so wichtig, wie sie es einmal war. Stattdessen sind Selbstverwirklichung und Ökobilanz verstärkt in den Vordergrund gerückt. Deswegen werden Hybrid- und Elektrofahrzeuge zunehmend als Prestigeobjekt wahrgenommen. Laut Malte Krüger, Geschäftsführer von mobile.de, ginge es zunehmend um individuelle Werte und nicht mehr allein um die finanzielle Stellung.

Ebenfalls vier von fünf Befragten stimmen der Aussage zu, dass das Auto in erster Linie ein Garant für unabhängige Mobilität ist. Immerhin jeder Vierte möchte durch die Fahrzeugauswahl auch sein Umweltbewusstsein nach außen tragen und versteht das Auto insofern ebenfalls als Statussymbol. Ein Abbild der persönlichen Lebenssituation sehen 18,6 Prozent der Befragten in ihrem Fahrzeug. Für fast ebenso viele ist das eigene Auto Ausdruck individueller Selbstverwirklichung. Jeder zehnte Fahrzeugbesitzer möchte zeigen, was er hat bzw. sich leisten kann. Für 18,3 Prozent ist das Auto hingegen kein Statussymbol.

Was macht ein Fahrzeug zum Statussymbol?

Ob ein Auto Statussymbol ist oder nicht, entscheidet nach Ansicht der meisten Befragten (60,6 Prozent) die Preisklasse. Danach folgen die Marke (55,5 Prozent) und das Design (55,1 Prozent). Das müssen aber keine besonders leistungsfähigen Luxuskarossen sein. Einige der Befragten haben bestimmte Marken oder Modelle vor Augen, wenn sie nach dem Auto als Statussymbol gefragt werden. Oftmals werden in diesem Zusammenhang auch Old- und Youngtimer erwähnt. Deren hoher Stellenwert zeigt sich auch in der Statistik, denn auf 43,2 Prozent der Befragten machen die älteren Semester dem meisten Eindruck.

alternative Antriebe avancieren zunehmend zum Statussymbol

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Direkt dahinter auf Platz zwei folgen dann Elektro- und Hybridfahrzeuge mit 40 Prozent. Hier macht sich der Mentalitätswandel dann deutlich bemerkbar. Passend dazu geben 42,8 Prozent der Befragten an, dass auch eine gute Ökobilanz das Auto zum Statussymbol macht. Auf Platz drei folgen dann alle Neuwagen, die von ihrer Größe unabhängig generell eine Art Statussymbol darstellen. Etwas abgeschlagen rangieren Geländewagen (25,8 Prozent) und Luxuslimousinen (19,8 Prozent). Krüger erklärt dazu, dass es beim Autofahren nicht allein um die Mobilität ginge, sondern es vielmehr auch ein Ausdruck der eigenen Haltung und eigener Entscheidungen sei. Damit wandele sich dann auch der Begriff des Statussymbols.

Eine weitere Studie mit ähnlichen Ergebnissen wurde vor Kurzem vom Energieversorger E.ON vorgelegt. Auch darin zeigt sich die steigende Beliebtheit von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, denn 61 Prozent der Deutschen würden den Ergebnissen zufolge gerne mit einem Elektroauto zur Arbeit fahren. Ein Großteil davon wäre sogar bereit dazu, auf konventionelle Fahrzeuge zu verzichten.

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