Projekt BiE: Elektromobilität im Alltag

Georg Sander / pixelio.de

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Das Mobilitätsverhalten der Deutschen ist im Wandel begriffen. Öffentliche Verkehrsangebote wie Carsharing gewinnen mehr und mehr an Bedeutung und Akzeptanz vonseiten der Bevölkerung. Das Projekt „BiE – Bewertung integrierter Elektromobilität“ hat sich nun daran gemacht, die Angebote noch besser aufeinander abzustimmen, um sie besser in den Alltag der Nutzer zu integrieren. Das BiE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Regierungsprogramms „Elektromobilität“ gefördert. Dabei ist BiE Teil im sogenannten Spitzencluster Elektromobilität Süd-West. Als Koordinator des Verbundprojektes, an dem auch Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt sind, tritt die cantamen GmbH auf.
Optimierung der Elektromobilität im Alltag

Das Projekt BiE wird von Wissenschaft und Industrie gemeinsam dafür genutzt, um zu untersuchen, wie sich Elektromobilität am besten in das alltägliche Leben einfügen lässt. Zu diesem Zweck werden zum Beispiel Prognosemodelle erstellt, mit deren Hilfe Reichweite und Planbarkeit von Flottenfahrzeugen optimiert werden sollen. Diese Modelle stellen zugleich eine Basis dar, auf deren Grundlage ein Buchungssystem entwickelt wird, das die Besonderheiten der Elektromobilität berücksichtigt. Ein solches Buchungssystem ließe sich dann Carsharing-Unternehmen zur Verfügung stellen, um zu gewährleisten, dass Kunden stets auf ein optimal geladenes Fahrzeug zurückgreifen können. Zudem wird ein Interaktionsmodell entwickelt, das Nutzern die Kombination unterschiedlicher Dienste und Dienstleistungen erlauben soll. Des Weiteren erhofft man sich dadurch eine Unterstützung der Zusammenarbeit verschiedener Dienstleister wie Carsharing-Anbieter, ÖPNV und weiterer Unternehmen.

So beabsichtigen die Partner, auf dieser Grundlage eine integrierte Elektromobilitätsassistenz zu erarbeiten, die sowohl Einzelpersonen als auch Dienstleister bei der alltäglichen Nutzung von Elektromobilität unterstützen und gleichzeitig die Bedarfsplanung erleichtern soll. Nutzer können sich dann beispielsweise auf dem Smartphone anzeigen lassen, welche Strecken sie mit dem Fahrzeug zurücklegen können. Das Assistenzsystem soll aber auch den Mobilitätsbedarf im Alltag erkennen können. Steht eine Fahrt zum Supermarkt an, kann das Fahrzeug darauf entsprechend vorbereitet werden.

Ziel ist Bewertungssystem für Elektromobilität

Das Gesamtziel des Projekts liegt in einem Bewertungssystem für die Integration der Elektromobilität in das alltägliche Leben. Es soll anhand von Kennzahlen und Berechnungen Aussagen zu den Möglichkeiten der Elektromobilität in verschiedenen Bereichen gestatten. Das System soll dabei unterschiedliche Nutzungsszenarien vor deren Umsetzung simulieren. Das beinhaltet unter anderem die Möglichkeit, geeignete Infrastrukturen zum Aufladen von Fahrzeugflotten auszumachen und Möglichkeiten zur Kooperation zwischen verschiedenen Anbietern zu erkennen sowie deren Verkehrsflüsse zu analysieren.

Im Rahmen des Projektes BiE werden Konzepte nahtloser Kooperation zwischen unterschiedlichen Dienstleistern aus dem Bereich Mobilität erforscht. Hinzu kommt die optimierte Planung größerer Carsharing-Flotten, die auf Elektromobilität aufbauen. Derzeit werden Angebote und passende Potenziale für Fahrzeugflotten in den Regionen Stuttgart, Karlsruhe und Rhein-Neckar untersucht.

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