Nissan möchte den Verkauf von E-Autos mit kostenlosen Leihwagen ankurbeln

Experten zu Folgen steht und fällt der Erfolg der Elektromobilität mit der Entwicklung der eingesetzten Batterietechnik. Denn davon hängt letztendlich die wichtigste Frage ab: Wie weit kann ich mit einem E-Auto fahren  und wie kann ich dieses wieder aufladen? Vor allem der letzte Punkt rückt zunehmend in den Fokus. Bei längeren Fahrten mit einem Elektrofahrzeug muss man neben der reinen Fahrtzeit derzeit auch noch das Aufladen mit einplanen.

In den USA ist man bereits einen Schritt weiter in Sachen Ladesäuleninfrastruktur, dort findet man vielerorts sogenannte Supercharger. Damit entfallen die mehrstündigen Ladepausen, die je nach E-Auto und Modell durchaus entstehen können.

Der Automobilhersteller Nissan,einer der größten Player in Sachen Elektromobilität weltweit, möchte die Zeit bis eine entsprechende Infrastruktur in Europa/Deutschland vorhanden ist mit einer sehr simplen aber effizienten Idee überbrücken. Beim Kauf eines Nissan Leaf erhalten Kunden ab sofort einen kostenlosen Leihwagen für zwei Wochen im Jahr. Der Leaf kommt auf eine Reichweite von rd. 200 Kilometer und eignet sich damit bereits für mittlere Distanzen, sollte dies für den Wochenend-Ausflug jedoch nicht reichen, können Autofahrer auf den Leihwagen zurückgreifen.

Thomas Hausch, Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH äußerte sich wie folgt dazu:„Diese Angst wollen wir dem Kunden mit einer einzigartigen Lösung nehmen. Wer sich jetzt für den elektrischen Nissan Leaf entscheidet, kann sichzeitlich begrenzt und kostenlos von uns ein Auto mit Verbrennungsmotor leihen“.

Mit dem kostenlosen Leihwagen Nissan Qashqai bietet der Automobilhersteller nun eine praktikable Alternative zur Bahn oder zum eigenem kostenpflichtigen Mietwagen. Wer einen Nissan Leaf kauft, kann drei Jahre lang, an 14 Tagen pro Jahr diesen Leihwagen in Anspruch nehmen. Bereitgestellt werden die Fahrzeuge von der Autovermietung Europa Service.

Auch wenn dies ein Schritt in die richtige Richtung ist und sicherlich den einen oder anderen Kunden überzeugen dürfte, real betrachtet geht Nissan damit „nur“ gegen die Symptome vor und setzt nicht bei der  Ursache an – der Ladensäulen-Infrastruktur.

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