Elektromobilität hat auch in den USA mit Startschwierigkeiten zu kämpfen

Johannes Wiesinger / pixelio.de

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Eine Million Elektroautos – ein ambitioniertes Ziel, um dessen Erreichung man nicht nur hierzulande immer wieder bangen muss. In den USA ist das Problem zu weniger Elektroflitzer ebenso bekannt, wie es US-Energieminister Ernest Moniz die Detroit News vor Kurzem wissen ließ. Seiner Ansicht nach würde es noch ein paar Jahre dauern, bis die magische Marke von einer Million elektrisch betriebener Fahrzeuge überschritten sei. Ein Meilenstein, der, wenn den alles nach Plan gegangen wäre, schon in diesem Jahr hätte verkündet werden sollen. In Deutschland ist man etwas vorsichtiger, denn hier ist die Marke für das Jahr 2020 angepeilt.
Auf den Straßen der USA sind derzeit rund 280.000 Fahrzeuge unterwegs, die entweder über einen reinen Elektroantrieb verfügen oder als Plug-in-Hybrid zugelassen sind. Knapp die Hälfte davon seien dem Bericht zufolge erst im vergangenen Jahr verkauft worden. Laut Auskunft des Kraftfahrtbundesamtes waren es in Deutschland 8.522 Elektroautos und immerhin 27.425 Hybridfahrzeuge, die neu zugelassen wurden.

In den USA haben es Fahrzeuge mit alternativen Antriebsmethoden schwerer als bei uns. Experten sehen in den relativ niedrigen Spritpreisen eines der größten Hindernisse. Dennoch möchten die deutschen Hersteller VW und BMW massiv in Ladestationen jenseits des großen Teichs investieren. Die stark befahrenen Strecken an Ost- und Westküste des Landes sollen mit 100 sogenannten Fast Chargern ausgestattet werden.

Darüber hinaus gibt es noch eine Schnelllade-Initiative, die gemeinsam mit dem Unternehmen Charge Point in die Wege geleitet werden soll. Dem mit 20.000 Stationen größten Netzwerkbetreiber Nordamerikas werde ein beachtlicher Millionenbetrag zur Verfügung gestellt. Von den frei zugänglichen Stationen sollen neben den hauseigenen Fahrzeugen BMW i3 und VW e-Golf auch die Modelle vieler anderer Anbieter profitieren können.

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