Crash in der letzten Kurve: Spektakulärer Auftakt für Formel E

Formel-E-Rennen-Peking

Lucas di Grassi darf sich als erster Sieger eines Formel-E-Rennens bezeichnen. Der Fahrer vom Team Abt gewann jedoch nur infolge eines schweren Crashs an der Spitze, in den der deutsche Nick Heidfeld und Nicolas Prost verwickelt waren. Beide fielen damit kurz vor Schluss aus dem Rennen aus und ebneten di Grassi damit den Weg auf Platz 1.

Kurz vor Schluss hielten die Zuschauer im Peking noch einmal den Atem an. Das allererste Rennen der Formel E wurde durch einen Unfall entschieden, der zum Glück schlimmer aussah, als er tatsächlich war. So zumindest kommentierte Nick Heidfeld seinen kurzen Flug über die Piste. Heidfeld versuchte wenige Meter vor der letzten Kurve noch, am zum dem Zeitpunkt führenden Nicolas Prost vorbeizuziehen. Letzterer jedoch zog nach links und rammte damit Heidfeld, der sich zunächst in die Bande verabschiedete und dann abhob, um sich in der Luft mehrmals um die eigene Achse zu drehen.

Heidfeld konnte seinen Wagen jedoch aus eigener Kraft und unverletzt verlassen. Auf dem Weg zurück zur Boxengasse gab es noch eine kleine Unterredung mit Prost, dem Verursacher, bei dem ersichtlich wurde, dass der Deutsche zumindest mit einigem Frust aus dem Rennen geflogen ist. Vielleicht tröstet es ihn, dass Prost im nächsten Rennen um 10 Plätze nach hinten strafversetzt wird. Auch der Sieger des Rennens, Lucas di Gassi, hatte keine allzu große Freude an seinem Triumph. Er gab zu verstehen, dass den Unfall in der letzten Kurve keiner sehen und so auch niemand gewinnen wolle. Er zeigte sich jedoch erfreut darüber, dass Heidfeld nichts geschehen sei und hob dabei die Sicherheit der Fahrzeuge hervor.

Auf den Plätzen zwei und drei landeten Frank Montagny und Sam Bird. Als Dritter über die Ziellinie kam jedoch der zweite deutsche Fahrer, Daniel Abt. Der wurde jedoch wegen zu hohem Batterieverbrauch um 57 Sekunden strafversetzt, weswegen er sich schlussendlich mit Platz 10 zufrieden geben musste.

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