BMW verkündet Revolution als Antwort

mh.grafik / pixelio.de

mh.grafik / pixelio.de

Die Emissionsvorgaben vonseiten der EU werden immer strenger. Das nimmt BMW sportlich und antwortet mit einer Revolution seiner Produktpalette. Angefangen bei der 3er-Baureihe und bis hin zu den luxuriösen Rolls-Royce-Modellen sollen vor allem Plug-in-Hybride im Mittelpunkt stehen. Freunde des rein elektrischen Fahrens hoffen jedoch auf neue Modelle und mehr Reichweite für den BMW i3, wie das Magazin Autocar berichtet.

Demnach plane BMW derzeit, einen flexibel einsetzbaren Plug-in-Hybridantrieb einzuführen. Dieser soll sowohl als Front- wie auch als Heckmotor eingesetzt werden können und noch dazu über einen zuschaltbaren Allradantrieb verfügen. Größe und Leistung der Batterien sollen dann von Modell zu Modell unterschiedlich ausfallen, das Basiskonzept jedoch gleich bleiben. Ausgenommen hiervon sind lediglich 1er-Baureihe und die Marke MINI.

In Zukunft wird Verbrennungsmotoren also vermehrt die Rolle von Extendern zukommen, also Reichweitenverlängerer. Als solche kommen sie dann als Stromgeneratoren zum Einsatz, mit denen die Batterie der Elektromotoren aufgeladen wird. Die Konstruktion der neuen Aggregate dürfte wesentlich unkomplizierter, günstiger und leichter ausfallen als bisher. Der Grund dafür liegt darin, dass Komponenten wie Turbolader, Ladeluftkühler und mehrstufige Schaltgetriebe nicht mehr benötigt werden.

Mehr Aerodynamik, mehr Effizienz, mehr Intelligenz

Die Einsparungen beim Gewicht sind vor allem im Hinblick auf die Batterien von Bedeutung, die mit einigen Kilogramm mehr zu Buche schlagen. Um die Gewichtszunahme noch weiter einzugrenzen, sollen Werkstoffe wie Stahl, Carbonfaser und Aluminium verstärkt zum Einsatz kommen. Darüber hinaus arbeitet man in München gerade verstärkt an der Aerodynamik der Fahrzeuge sowie an der Reduzierung des Rollwiderstands, um damit die Effizienz der Fahrzeuge noch weiter zu verbessern.

Den Fahrzeugen dieser neuen Generation soll es sogar möglich sein, sich auf das vor ihnen liegende Gelände einzustellen. Dies soll mithilfe eines interaktiven GPS-basierten Systems geschehen, mit dem Hügel und Täler vorhergesehen werden und mit dem sich dann das Hybridsystem optimal darauf einstellen lässt. Ein Beispiel liefert eine vermehrte Rekuperation (Energierückgewinnung) beim Bergabfahren.

BMW legt aber auch weiterhin Wert auf seinen Ruf, Hersteller besonders sportlicher Fahrzeuge zu sein. Zu diesem Zweck werden die Batterien kommender Modelle möglichst tief und zentral im Fahrzeug positioniert. Dem kommt entgegen, dass beim Einbau der Batterie mehr Flexibilität zur Verfügung steht, da Antriebswelle, Getriebe und Hinterachsdifferential als Komponenten nicht mehr benötigt werden.

Allzu viele Details zur Elektro-Revolution verrät der Automobilbauer aus Bayern aber noch nicht. Ein neues Plug-in-Hybridkonzept wurde der Öffentlichkeit jedoch schon vorgestellt. Außerdem besagen Vermutungen, dass der Verbrennungsmotor künftig nur noch in zehn Prozent der Fälle direkt auf die Räder zugreifen wird. Während der restlichen 90 Prozent soll sich der Motor dann in einem verbrauchsoptimierten Laufmodus befinden.

Kommentare sind geschlossen.