Angeschlagener Hersteller Saab baut Elektroauto – Pleite oder Sprung ins Elektrozeitalter?

Saab-Elektroauto

© Hersteller

Um den schwedischen Autohersteller Saab war es in letzter Zeit eher mäßig bestellt. 2012 wurde das traditionsreiche Unternehmen vom Sportwagenhersteller Spyker an National Electric Vehicle (NEVS) verkauft. NEVS kündigte daraufhin an, baldmöglichst eine elektrisch angetriebene Version des 9-3 Aero, einer mittlerweile etwas angegrauten Limousine, auf den Markt zu bringen. Sicher ist die Zukunft von Saab deswegen aber noch lange nicht. Dennoch wurden vor Kurzem erste Bilder eines Prototyps veröffentlicht.

Konventionell in der Ausführung: Der elektrische Saab

Der neue E-Saab soll es auf eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern bringen. Für die dafür benötigte Energie sorgt ein im Boden untergebrachtes Batteriepaket, dessen Größe allerdings noch unbekannt ist. Der 136 PS (100 kW) starke Elektromotor soll das Fahrzeug einmal auf 120 km/h beschleunigen, wobei die 100er-Marke nach wenig mehr als 10 Sekunden erreicht sein soll. Bei der Straßenlage soll das Elektroauto aus Schweden dann dank der 50/50-Gewichtsverteilung und des niedrigen Schwerpunkts aber wieder Punkte sammeln. Im Gesamteindruck kommt der Saab eher konventionell daher – aber auch solide.

Die Pleite droht weiterhin

Ob die Entwicklung weitergeht, hängt im Moment noch vom Begleichen ausstehender Zahlungen ab. Zur Zeit verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht über die nötige Liquidität, um die Lieferanten bezahlen zu können. Was dabei nachdenklich macht: die Summe der ausstehenden Forderungen soll sich auf gerade mal 16.372 Euro belaufen.

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