Können Dienstwagen der Elektromobilität in Deutschland zum Durchbruch helfen?

Das Thema Elektromobilität ist in Deutschland bereits seit geraumer Zeit zu einem Dauerbrenner geworden, sowohl die Politik als auch die Automobilindustrie haben die E-Mobility für sich entdeckt. Blickt man jedoch auf die „nackten“ Zahlen wird einem schnell bewusst, dass sich diese noch in ihren Kinderschuhen befindet.

Jüngsten Studien zu Folge können sich 59 Prozent der Deutschen grundsätzlich  vorstellen ein Elektroauto zu kaufen. Verbindet man diese Bereitschaft jedoch mit monetären Punkten fällt das Ergebnis deutlich schwächer aus, nur 17 Prozent würden sich ein Elektroauto anschaffen, wenn dies mit Mehrkosten verbunden wäre. Für weitere   17 Prozent kommt der Kauf eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeugs nur in Frage, wenn dieser staatlich gefördert wird. Zusammengefasst kann man also durchaus sagen, dass die Skepsis bei vielen Endverbrauchern gegenüber Elektroautos noch immer ziemlich groß ist.

Neben dem geringen Kaufinteresse privater Autofahrer an Elektroautos ist vor allem die Tatsache erstaunlich, dass das geringe Wachstum in Deutschland ausschließlich von gewerblichen Kunden getrieben wird. Zuwächse bei den Neuzulassungen  es vor allem bei den Firmenwagen. Schon 2012 machten Dienstwagen fast die Hälfte aller zugelassenen Elektroautos aus. Genau dieser Trend könnte der Elektromobilität mittelfristig zum Durchbruch verhelfen.

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) untersucht in seiner aktuellen Studie „Elektrofahrzeuge im Geschäftsumfeld – Potenziale der gemeinsamen Nutzung“ genau diese These. Die Experten gingen dabei der Frage auf den Grund wie sich Stromer durch einen stärkeren Einsatz als Dienstwagen in der Gesellschaft etablieren lassen. Das Potenzial ist groß so das IAO, so werden jährlich rund zwei Millionen Autos für Unternehmen in Deutschland neu zugelassen. Der vielversprechendste  Ansatz dabei ist die gemeinschaftliche Flottennutzung mehrerer Unternehmen. Diese würde nicht nur die relativ hohen Anschaffungskosten für Elektroautos auf mehrere Nutzer verteilen, auch die Auslastung und damit letztendlich die Kostenstruktur könnte optimiert werden. Laut der Studie können sich 40 Prozent der 145 Experten aus den befragten Unternehmen vorstellen, bei der Nutzung von E-Autos auch auf Fahrzeuge von Partnerunternehmen zuzugreifen.

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